Sommer 2019, Tag 8: Auf nach Straßburg

Der Tag begann spät. Zwar versuchte mein Handy mich zum Verdruss der anderen Camper schon um 7 Uhr zu wecken. Aufgestanden bin ich aber erst um 8:20.

Die Strecke heute war übersichtlich und einfach zu fahren. Intuitiv hatte ich auch schon von meiner Sightseeing-Tour heute Nachmittag Abstand genommen.

Ich packte und unterhielt mich noch kurz mit den beiden Bikepacking – Radfahrern. Dann fuhr ich los – in entgegen gesetzte Richtung zum Ziel. Ich wollte noch schnell beim Schiffshebewerk vorbei.

Die Fahrt in die richtige Richtung verlief soweit wie geplant und erwartet. Ruhig mit einem leichten Gefälle, wenig sehenswertes (okay, der Kanal mit seinen Schleusen. Aber den habe ich jetzt auch lange genug gesehen. Außerdem Sarvene – die Stadt erscheint mir recht schön.)

Ich kam auf jeden Fall zügig voran.

Gegen 13:45 erreichte ich den Campingplatz in Kehl. Ich kannte ihn schon vom Rheinradweg und hatte mich per Mail angekündigt. Damals hieß es „Einfach kommen!“

Dementsprechend hang am Eingang des Platzes auch ein Schild: „Wir sind voll – nur noch Notplätze für Fahrradfahrer.“

Nach einer ausführlichen Dusche rotiert nun meine dreckige Wäsche in der Waschmaschine. Ich liege im Gras und beobachte die ankommenden Radfahrer. (Oh, noch welche.) Gut dass ich entgegen meiner üblichen Vorgehensweise heute mal sehr frühzeitig da bin. 🙂

Mein Zelt brutzelt in der Sonne. Zum Glück wandert sie. Dann kann es jetzt erst einmal richtig durchtrocknen und ab 17 Uhr etwa steht es im Schatten.

Wahrscheinlich setze ich mich gleich noch einmal aufs Fahrrad und fahre rüber nach Straßburg. Aber ganz langsam und vorsichtig. Einkaufen muss ich dann auch noch ein wenig. Oder ich fahre nur einkaufen. Mal sehen.