Sommer 2019, Tag 13: Von Metz bis Schweich

Der Zeltplatz heute morgen war beim Aufstehen noch genauso traumhaft wie beim Schlafen gehen. Nur heller. 🙂

Ich stand noch vor 8 Uhr auf, packte meine Sachen und das Zelt zusammen und hatte gegen 9 Uhr den Zeltplatz verlassen. Mein Weg sollte mich aber zuerst noch nicht auf den Moselradweg fĂĽhren. Erst einmal wollte ich in Ruhe eine Runde durch Metz drehen.

Die alten, „hohen“ Steinbauten beeindruckten mich. Diese Stadt hat mir wirklich gefallen. Nach ungefähr einer Stunde in Metz nahm ich dann doch Abschied. Der Moselradweg wartete. Die Strecke heute erschien mir leicht. Wenig Höhen, gute 125 Kilometer (plus die Stadtrundfahrt). Das ganze immer schön in der Nähe der Mosel. Alles machbar.

Mein erstes Zwischenziel war Thionville nach 10 Kilometern.

Die Mosel ist schon seit langem (dank der Aufstauungen und Mosel-Kanal) mit größeren Schiffen befahrbar. Das merkt man immer wieder an der Industrie, den Hafenanlagen und den Schleusen.

Nach Thionville peilte ich, immer der mäandernden Mosel folgend, Schengen an. Dort wollte ich Mittagspause machen.

Kurz vor Schengen stolperte ich noch einmal über ein schönes Panorama. Dann überquerte ich die Grenze und war plötzlich und unerwartet in Deutschland. Schnell überquerte ich die Moselbrücke und deckte mich in Schengen an der Tanke mit Sandwiches, Eis, Caraza und Cola ein. Supermärkte wären günstiger, aber da mache ich nachvollziehbarer Weise derzeit einen Bogen drum. (Nein, nicht wegen des Portemonnaies. Aber ich möchte ungerne mein abgeschlossenes aber vollbepacktes Rad vor dem Supermarkt stehen lassen. Da sind mir Tankstellen lieber. Komischerweise sind die Tankstellen in Luxemburg auch nicht nur beim Sprit günstig.)

Ich folgte nun kurz der linken Mosel Seite bevor ich wieder auf die empfohlene Seite rechts der Mosel ĂĽberwechselte.

Ich fahre an Weinbergen und kleinem Orten entlang, die sich am Ufer der Mosel in die Höhe strecken.

SchlieĂźlich erreiche ich Konz. Dort schlieĂźt sich der Kreis, denn vor anderthalb Wochen habe ich hier gestanden und bin zur Saar abgebogen.

In Trier gönne ich mir noch einmal eine gute Stunde Pause mit Sightseeing. Viel zu wenig Zeit fĂĽr diese Stadt – aber es muss reichen, denn der Campingplatz will noch erreicht werden.

Am Campingplatz gibt es noch die übliche Abendbeschäftigung. Zelt aufbauen, frisch machen, Essen kochen, telefonieren, Blog schreiben. Dann geht es ins Bett. Morgen geht es nach Cochem weiter.