Schottland 2017, Tag 26: Auszeit in der „schönsten“ Stadt der Welt 

Als ich vor einigen Jahren das erste Mal nach Glasgow kam, hatten wir vorher am Loch Etive unser Zelt aufgeschlagen. Direkt am Ufer. Umgeben von den Bergen. Die Einfahrt nach Glasgow glich daher einem Kulturschock – und von dem hatte ich mich bisher noch nicht wieder erholt. Ich finde Glasgow einfach nicht schön. Sorry, Glasgow. 

Da meine Frau derzeit für eine Woche in Glasgow ist, wollte ich der Stadt bei einigen Tagen Urlaub vom Fahrrad fahren eine weitere Chance geben. 

Gestern hatten wir die Worlds besucht und anschließend noch leckere Pizza gegessen.

Am heutigen Sonntag legte ich die Beine hoch. Wir gingen einkaufen (die Supermärkte haben hier jeden Tag offen), ich schlief ein wenig und irgendwann war die Zeit furchtbar die weitere Chance gekommen. 

Ich setze mich für eine kurze Runde aufs Fahrrad. Es sollte den Clyde hinab gehen, schön am Ufer entlang. Die Sonne schien und neigte sich schon langsam dem Horizont zu. Es gab wunderschöne Bilder und Eindrücke am Fluss. Vom Clyde aus folgte ich für ein paar Minuten dem Kelvin bis zum Kelvingrove – Museum. Dort bog ich Richtung Innenstadt ab – und die Bilder wurden wieder unschöner. Die westlichen Stadtbezirke wirken leider etwas verwahrlost. Finde ich. Dabei ist die grundsätzliche Substanz der Häuser schon schön. 

Am Abend saßen wir dann gemütlich auf dem Sofa in der angemieteten Air BnB-Bude, die zwar nicht groß aber ausreichend und angenehm ist. Dort klang der Abend mit einem Bier und leckerer Tiefkühl-Pizza aus.