Schottland 2017, Tag 18: Den Tag kann man streichen. 

Den Tag gestern könnte man eigentlich streichen. Da ich heute wieder richtig los möchte, nur in Kürze. 

Ich hatte mich für die Tour über Mull Richtung Mallaig entschieden und die äußeren Hebriden im Endeffekt außen vor gelassen. 

Spontan fuhr ich dann aber mit der Fähre von Mull aus nach Lochindale, um in Ardanachum zum Campingplatz zu kommen. Es waren gute 80 Kilometer, 25 davon musste ich am kommenden Tag wieder zurück fahren, um Richtung Mallaig weiterzukommen. 

Kurz nach der Fähre wackelten meine Pedale. Ich konferierte kurz mit Andrea zu Hause, drehte eine innenliegende Schraube etwa fest und entschied mich dazu, 20 Kilometer später an einer Abzweigung, die Richtung Fort William (mit Fahrrradwerkstätten) führte, eine Entscheidung zu fällen. Angeschraubt ging es wieder recht gut. Aus Sicherheitsgründen schrieb ich über Facebook Yvonne an. Yvonne arbeitet bei Löckenhoff in Paderborn, einem großen und sehr guten Fahrradladen. Spontan holte sie einen Kollegen aus der Werkstatt und rief mich zurück. Wir besprachen die Situation – es fehlte scheinbar eine innen liegende Schraube. Die sollte ich ersetzen, dann wäre es wieder stabil. Oder ich müsste alle x Kilometer die Schraube wieder festdrehen. 

Mit der Information (Danke, Löckenhoff) im Rücken entschied ich mich, die Tour normal fortzusetzen. 

30 Kilometer später… riss mir wieder einer der Metallringe am Frontroller. Ich ersetzte ihn, nahm mir vor, dass nach der Reise eine Stargabel mit Bohrlöchern für den Frontroller ans Fahrrad kommt – und freute mich über die Info zweier deutscher Radreisender, die mich überholten und mir sagten, dass in 10 Kilometern ein Campingplatz käme. Da bin ich geblieben – ich hatte heute keine Lust mehr. 

Vorteil: der Campingplatz lag sehr schön und ich muss jetzt auch nicht zurück fahren, sondern biege in gut 5 Kilometer an die Westküste Richtung Mallaig und Skye ab. Wenn das Fahrrad hält. 🙂