Rückblick Tag 0: Anfahrt nach Ijmuiden 

Der Tag ist fast vorbei. Ich sitze gerade, nach einem opulenten, fahrradungewöhnlichen Menüs in der Sky Bar des Schiffes. Vor mir steht eine Cola Light, ein Bier wollte ich eigentlich auch noch haben. Aber ich sehe gerade, dass die Bedienung die Theke zu gemacht hat. Auch gut. Trinke ich mein Bierchen nachher noch woanders. 

Der Tag heute lief soweit ruhig ab. Allerdings denke ich beim nächsten Mal daran, meine Buchungsbestätigung auch auszudrucken. Nicht nur die entsprechende Email. 🙂 Zum Glück gibt es an der Straße von Amsterdam nach Ijmuiden ein Repro-Druck-Betrieb. Wenn das also irgendwem anders ebenfalls mal passieren sollte – man kann dort für 50 ct die Pdf-Datei Ausdruck lassen. Ob ein Einchecken mit der Email auch funktioniert hatte, kann ich jetzt natürlich nicht sagen. Leider. 

Die Zugverbindungen haben gut funktioniert. Ich kam pünktlich im Bahnhof Amsterdam Centraal an – und konnte damit kämpfen, dass ich nicht durch das Gate kam. In Holland muss man an vielen Bahnhöfen durch ein Gate gehen, bevor man den Bahnsteig betritt. Ähnlich den Gates bei den Klos auf den Raststätten. Mein XL-Rackpack passte da natürlich nicht durch. Ich hatte schon befürchtet, ich müsste in Zukunft auf dem Bahnhof leben – da kam ich auf die Idee, einfach den Ausgang für Rollstuhlfahrer zu nutzen. Das ging auch gut. 

An einer Tankstelle hatte ich noch mit den Tücken der Luft-Auffüll-Stationen zu kämpfen. Die Automatik wollte meinen Reifen immer nur bis 0.9 bar auffüllen. Da war ich mit Sicherheit aber schon drüber hinweg. Ich habe dann doch noch für ein paar Züge zu meiner Luftpumpe gegriffen. Reicht auch. 

Jetzt sitze ich immer noch an der Sky Bar, nuckele an meiner Cola Light und nutze das WLAN hier. Dabei plane ich morgen die Tour ein wenig um. Ich denke, dass ich zeitig am Hafen starten kann, daher will ich einmal die Festung an der Hafeneinfahrt von Newcastle ansteuern. Danach geht es ein paar Kilometer die Küste hoch, bevor es mich ins Inland verschlägt und ich im Northumberland National Park (heißt der so? Ich schaue nachher mal nach.) abends mein Zelt aufschlagen werde. Dabei werde ich mich dazu zwingen, kurz vor der Grenze halt zu machen, um am Donnerstag in aller Ruhe morgens früh schottischen Boden zu erreichen. 

Ein paar Bilder des heutigen Tages dürfen eigentlich auch nicht fehlen. Dafür ist das WLAN hier aber scheinbar zu schwach – oder die Satelliten-Verbindung. Ich füge sie daher morgen hinzu.